Kieferorthopädie
Der Wunsch nach besserem Aussehen steht fast immer an erster Stelle, denn der erste Blick richtet sich immer auf das Gesicht - die Augen, den Mund, die Zähne. Zahn- und Kieferfehlstellungen können dazu führen, dass man sich nicht traut zu sprechen oder zu lachen. Die Kieferorthopädie kann zu einem schönen Lachen und zu einem verbesserten Selbstwertgefühl verhelfen.
Wichtigste Maßnahme der Kieferorthopädischen Behandlung ist jedoch die Herstellung einer einwandfreien Funktion des Kausystems.
- durch die Korrektur von Engständen und Stellungsabweichungen der Zähne wird das Kariesrisiko minimiert
- Fehlbelastungen der Zähne und somit Erkrankungen des Zahnhalteapparates werden beseitigt
- Verbesserung der Aussprache (Phonetik) durch z.B. Behebung eines offenen Bisses
- Kiefergelenkbeschwerden und -schäden können durch eine Bisslagekorrektur verhindert werden
- Verbesserung der Kau- und Abbeißfunktion
Falsche Lage der Kiefergelenke und Zahnfehlstellungen können Ursache für chronische Erkrankungen sein:
- Kopfschmerz, Migräne, psychische Probleme
- Nacken- und Rückenschmerzen, muskuläre Verspannungen
- Ohrgeräusche (Tinitus), Schwindel
- Hormon- oder Verdauungsstörungen
- Lernschwierigkeiten, Konzentrationsschwäche
Überbelastung durch gedrehte, gekippte oder stark verlängerte Zähne führen zu verstärktem Verschleiß: sie können absplittern oder abnutzen und es kann zum Abbau des Zahnhalteapparates kommen. Zähne die gerade zueinander stehen bedeuten optimale Belastung der Kiefergelenke.
Kieferorthopädie wird jedoch auch zur Vorbeugung praktiziert – damit chronische Erkrankungen/ Zahn-, Kiefergelenk- und Zahnfleischerkrankungen erst gar nicht entstehen können!
Regelrecht stehende Zähne werden nicht so schnell von Zahnbelag behaftet und lassen sich auch leichter reinigen. Somit leistet die Kieferorthopädie auch hier einen wichtigen Betrag zur Vorbeugung gegen Karies und Zahnfleischerkrankungen.
Deshalb sollte bereits mit 6 Jahren die erste Kontrolle bei einem Zahnarzt oder Kieferorthopäden erfolgen. Schädliche Angewohnheiten wie z.B. Daumenlutschen sollten bereits in diesem Alter abgestellt werden. Ebenso kann frühzeitig die Gebissentwicklung gesteuert werden, um Zahnentfernungen weitgehend zu vermeiden. Einflussnahme auf schädliche Mundatmung, Körperfehlhaltung und Ernährungsfehler sowie professionelle Anleitung zur richtigen Zahnpflege gehören selbstverständlich dazu.
Kieferorthopädische Behandlungsmaßnahmen können mit herausnehmbaren und festsitzenden Apparaturen durchgeführt werden.

Herausnehmbare Geräte („Spangen" oder „Klammern“) gibt es für einen oder beide Kiefer. Sie werden vor allem bei jüngeren Kindern eingesetzt, oft auch für einen bestimmten Zeitraum nach Beendigung oder zur Vorbereitung einer festsitzenden Therapie. Ihre Wirkung haben sie natürlich nur dann, wenn sie im Mund des Patienten sind. Eine Mindesttragezeit von 16 Stunden pro Tag (die Nacht eingeschlossen) muss hierbei eingehalten werden.